| Procida |
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| Geschrieben von: Florian Lenk |
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Procida liegt zwischen Kap Miseno und der Insel Ischia. Es ist weniger als 4 km² groß und die Küstenlinie ist etwa 16 km lang. Aus geologischer Sicht ist die Insel durch Eruptionen aus vier Vulkanen entstanden, deren Krater die malerischen Golfe der insel gebildet haben. Die Insel ist nur per Schiff von Neapel oder Pozzuoli oder Ischia aus erreichbar. Autofähren ("Traghetti") verkehren von allen drei genannten Orten, die schnelleren, aber teureren Tragflächenboote („Aliscafi“) von Neapel und Ischia, mit einer Ausnahme am frühen Morgen(8.50 Uhr) auch ab Pozzuoli. Bei der Ankunft am Hafen Marina Grande haben Sie direkt einen Blick auf die spontane Inselarchitektur der bunten pastellfarbene Fischerhäuschen, deren Fassaden sich im Hafenwasser spiegeln. Von dort aus können Sie in wenigen Minuten zu Fuss die Kirche S. Maria delle Grazie erreichen, um die Aussicht auf den pittoresken Fischerhafen Corricella zu genießen. Auch die Corricella,den man aus den Filmen Il Postino (Der Postmann, mit Philippe Noiret) und Der talentierte Mr.Ripley (Ein Remake von Nur die Sonne war Zeuge mit Matt Dammon und Jude Law) kennt, genießt seine Berühmtheit in aller Bescheidenheit. Er war einst ein Vulkankrater, um den sich ein von den Altgriechen gegründeter charakteristischer Fischerhafen(damals hiess er Caracalè) mit Dörfchen gebildet hat. Große Hotels und Betonkonstrunktionen gibt es hier nicht. Die Häuser der Fischer zeigen hier ihre charmanten Kuppeln oder Terrassen und sind ocker, weiß, gelb oder rosa bestrichen. Dieser wird auch von der Unesco als Weltkulturerbe und als einer der schönsten Häfen Europas bezeichnet. In der Nähe liegt die Abtei San Michele Arcangelo, dem höchsten Punkt der Insel, auf der Terra Murata(91m), die nicht zuletzt wegen ihrer Biblioteca abbazia einen Besichtigung lohnt. Im einem weiter unten liegenden Adelspalast kann man auch das Istituto Nautico Francesco Caracciolo, die älteste Seefahrtsschule Italiens, besichtigen. An der Südwestküste Procidas liegen schöne Strände, der faszinierende Yachthafen Chiaiolella und das mit Procida über eine Brücke verbundene Insel mit der Form eines Halbkraters Vivara. Es ist bereits seit 1974 ein Naturschutzgebiet, in dem seltene Vögel und Pflanzen beheimatet sind. Bekannt ist die Insel auch besonders für ihre Karfreitagsprozession, deren Ursprünge bis in das Jahr 1627 reichen und der spanisch-andalusischen Tradition der misteri ähnelt.Entspannen, die Landschaft genießen und ab und zu einen Ausflug starten- dafür bietet Procida geradezu paradiesische Bedingungen. Die Insel ist dem Festland näher als Ischia und Capri und besonders beliebt sind die Frühlings- und Herbstmonate. In diesen Monaten sind die 4 Strände auch ziemlich leer, da die Italiener meistens nur in den wenigen Sommermonaten(mit riesiger Besatzung und Ausrüstung natürlich...) an den Strand gehen... |
Die Insel Procida


